Jugendverbände und -organisationen bringen gemeinsame Forderungen in Öffentlichkeitsbeteiligung zum Klimaschutzprogramm ein

16 Jugendverbände und -organisationen, darunter der Deutsche Bundesjugendring, haben sich mit einem gemeinsamen Beitrag an der Öffentlichkeitsbeteiligung zum Klimaschutzprogramm der Bundesregierung beteiligt. Der Beitrag wurde im Rahmen der der Koordinierungsstelle Jugendbeteiligung in Klimafragen jugendverbandsübergreifend erarbeitet und bündelt zentrale junge Perspektiven auf Klimaschutzmaßnahmen.

Die beteiligten Jugendverbände bringen die Sicht der jungen Generation ein, die von den Folgen der Klimakrise besonders betroffen ist und den gesellschaftlichen Wandel aktiv mitgestalten will. Der Beschluss des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2021 unterstreicht diese Perspektive und macht deutlich, dass Klimaschutz dem Schutz vor zukünftigen Einschränkungen der Freiheitsrechte junger Menschen dient und Verfassungsrang hat.

Gemeinsam wurden konkrete Forderungen für ausgewählte Sektoren des Klimaschutzprogramms, darunter Mobilität, Gebäude/Wohnen, Energiewirtschaft, Landwirtschaft/Landnutzung sowie für die Kreislaufwirtschaft formuliert. Die Jugendverbände und -organisationen betonen aus der jugendverbandlichen Praxis heraus besondere Bedarfe, blinde Flecken und Gestaltungspotenziale, um Klimaschutzmaßnahmen wirksam, sozial gerecht und langfristig verlässlich auszugestalten.

Neben den spezifischen sektoralen Forderungen liegt ein besonderer Schwerpunkt auf Leitfrage 2 zur sozialen Ausgestaltung des Klimaschutzprogramms. Die Jugendverbände und -organisationen betonen, dass Klimaschutz nur dann Akzeptanz findet, wenn Kosten und Nutzen fair verteilt werden, vulnerable Gruppen – insbesondere junge Menschen – berücksichtigt werden und Schutzmechanismen gegen soziale Überforderung greifen: Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit müssen von Anfang an zusammengedacht werden.

Abschließend heben die Jugendverbände hervor, dass eine konsequente Umsetzung bestehender Instrumente sowie verlässliche Rahmenbedingungen über Legislaturperioden hinweg entscheidend sind. Junge Menschen wollen Teil der Lösung sein und ihre Erfahrungen aus Engagement, Ausbildung, Studium und Arbeit einbringen. Mit ihrem Beitrag verstehen sich die Jugendverbände und -organisationen als konstruktive Partner*innen und bieten an, den weiteren Dialog zur Ausgestaltung des Klimaschutzprogramms aktiv mitzugestalten.

Zu den Forderungen zum Klimaschutzprogramm

Der Beitrag zur Öffentlichkeitsbeteiligung zum Klimaschutzprogramm der Bundesregierung wird von folgenden Jugendverbänden und -organisationen unterstützt:

  • Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e. V. (aej)
  • Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ)
  • Bundesjugendwerk der AWO
  • BUNDjugend
  • Deutscher Bundesjugendring (DBJR)
  • Deutsche Wanderjugend (DWJ)
  • Deutsche Pfadfinder*innenschaft Sankt Georg (DPSG)
  • freier zusammenschluß von student*innenschaften (fzs)
  • Jugend des Deutschen Alpenvereins (JDAV)
  • Katholische Landjugendbewegung Deutschlands e.V. (KLJB)
  • Kolpingjugend Deutschland
  • LCOY- Junge Klimakonferenz Deutschland
  • NAJU (Naturschutzjugend im NABU)
  • Naturfreundejugend Deutschlands
  • Ring deutscher Pfadfinder*innenverbände e.V. (rdp)
  • Verband Christlicher Pfadfinder*innen e.V. (VCP)

Die Koordinierungsstelle Jugendbeteiligung in Klimafragen ist ein zentrales Jugendbeteiligungsformat am Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN). Sie unterstützt die Vernetzung und den Austausch der jungen organisierten Zivilgesellschaft und trägt deren Positionen und Forderungen gezielt in die klimapolitischen Prozesse des Ministeriums hinein – durch Positionspapiere, Dialogformate und Fachgespräche mit der Arbeits- und/oder Entscheidungsebene des Ministeriums. Im Mittelpunkt steht dabei der Einsatz für innergesellschaftliche und intergenerationelle Klimagerechtigkeit.